Die Geschichte der Carthagène (erzählt von Toni Schuler)
Merkwürdig, diese ungewohnte Flaschenform. Da ist mit Sicherheit kein Wein drin. Schnaps, Aufputschmittel, Zaubertrank oder Elixier? Nein! Selbst in dieser Flasche versteckt sich ein Wein. Allerdings ein Aussergewöhnlicher. Kein Met oder Honigwein. Eine ganz andere süsse Köstlichkeit. Mein DESSERTWEIN!
Für meine Weinpräsentationen fehlte lange Zeit der krönende Schlusspunkt und immer tauchte die Frage auf: „Keltern Sie denn keine Süssweine?“ „Noch nicht“, lautete dann jeweils die Antwort. Dieses Projekt wollte ich mit Bedacht und dem nötigen Respekt angehen.
Im Jahr 2007 wagte ich einen ersten Versuch. Die Trauben des Jahrgangs 2007 waren perfekt. Spätlese und Süsswein waren das Thema. Minutiöse Handlese, ein Pressvorgang von mehr als 24 Stunden und behutsame Gärführung waren die Folge. Das Resultat entsprach jedoch nicht meinen Vorstellungen.

Im Jahr 2013 dann der zweite Versuch. Die Trauben waren wunderbar, das Vorgehen aber grundverschieden. Diesmal kam die Tradition zum Zug. Seit eh und je werden im Languedoc Dessertweine gekeltert. Diese uralte Vorgehensweise habe ich meinen Vorstellungen entsprechend angepasst. Es war eine Zitterpartie, doch mit Erfolg. Mein erster Dessertwein, die Carthagène von Fenouillet war geboren. Kein Zaubertrank, kein Elixier, ganz einfach eine wundervolle, süsse Köstlichkeit. Sie besteht aus frischem Traubenmost (75%) und Weinbrand (25%). Die Carthagène eignet sich hervorragend für fruchtig-frische Sommerdrinks, ein Beeren-Tiramisu und ist ein zauberhafter Schlummertrunk 😊

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